Am Amtsgericht Stuttgart ist am Montag eine 70-jährige Frau wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden. Sie soll im Sommer letzten Jahres den Tod eines Motorrad-Polizisten in Stuttgart-Degerloch verursacht haben.

[…]

Die 70-Jährige erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt. Dies teilte das Gericht mit.

Der Polizist wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er noch am selben Tag starb. Durch die Wucht des Aufpralls war er über die Motorhaube geschleudert worden. Sein Motorrad war anschließend gegen ein stehendes Polizeimotorrad geprallt, sodass dessen Fahrer auf die Fahrbahn geschleudert wurde und dabei schwere Verletzungen erlitt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau im Juni 2024 in den Kreuzungsbereich eingebogen war, obwohl dieser durch das Polizeimotorrad abgesperrt gewesen war.

Ferner entschied das Gericht, dass die Angeklagte jeweils an die Witwe des Verstorbenen und den verletzten Beamten einen Geldbetrag in Höhe von 2.500 Euro zahlen soll. Außerdem wurde der 70-Jährigen die Fahrerlaubnis für weitere sieben Monate entzogen - damit wäre die Frau insgesamt rund zwei Jahre ohen Führerschein. Sie muss ferner die Kosten des Verfahrens einschließlich der Auslagen der Nebenkläger tragen, so das Gericht.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

  • Wrufieotnak@feddit.org
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    21 days ago

    Hört sich für mich vor allem nach fehlender Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen an. Das ist einfach wild wie viele halbblinde und halbtaube Rentner fahren dürfen, weil sie es vor 50 Jahren mal nachweislich konnten.

    • BigShammy80@feddit.org
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      21 days ago

      Ohne scheiß, ich sehe dass bei meinem Chef. Der holzt oft über Gehsteige und Böschungen, weil er die Kurve falsch einschätzt und fährt dabei noch einen riesigen Porsche-SUV. Da fällst du vom Glauben ab!